Karin Michaëlis Gesellschaft

Im Jahre 1872 geboren und 1950 gestorben hat KARIN MICHAËLIS die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mitgemacht und geprägt.


Als der kleine Kobold hat sie ihr Leben geschildert, freigebig und ohne Filter. Ihre Romane über Frauen haben Aufsehen erregt, und auf internationalen Konferenzen und in Vorträgen in Europa und den USA sprach sie sich für Frieden und Toleranz aus.


Gemeinsam mit der Zeichnerin Hedvig Collin verfasste sie eine Serie von Jugendbüchern „Bibi – Leben eines kleinen Mädchens“. Viele Kinder schrieben an Bibi, weil sie glaubten, es wäre ein wahres Mädchen.


Mit der Reform-Pädagogin Eugenie Schwarzwald eng befreundet schrieb Karin Michaëlis "Die fröhliche Schule".


Die kleinen Häuser im großen Garten um ihr Haus Torelore auf der dänischen Insel Thurø wurden in den 30er Jahren Zufluchtsort für deutsche Emigranten, darunter Bertolt Brecht, Helene Weigel und Maria Lazar.

Die KARIN MICHAËLIS GESELLSCHAFT wurde im September 2006 im Literaturhaus, Kopenhagen gegründet, gleichzeitig mit der Herausgabe einer Karin Michaëlis-Biographie der Merete von Eyben. Über vier Tage wurde Karin Michaëlis von verschiedenen Seiten präsentiert, durch die Literaturforscherinnen Karen Klitgaard Povlsen, Angela Huemer, Birgit S. Nielsen und die Schriftstellerin Bente Clod.

Die Anreger der Veranstaltung waren Paul Opstrup vom Literaturhaus und Birgit S. Nielsen, die u.a. das Buch ”Karin Michaëlis, En europæisk Humanist” (2002) geschrieben hat.

Der Stiftungsurkunde zufolge ist das Ziel der Gesellschaft, Karin Michaëlis als Schriftstellerin und europäische Humanistin bekannter zu machen. Die Gesellschaft möchte Karin Michaëlis den Platz in der dänischen Literatur- und Geistesgeschichte sichern, der ihr gebührt.

Um dieses zu erreichen versendet die Gesellschaft die Mitgliedspublikation Troldspejlet (deutsch: Der Zauberspiegel) mit relevanten Nachrichten und Artikeln an die Mitglieder.
Sie veranstaltet auch Treffen verschiedener Art, die Leben und Werk von Karin Michaëlis beleuchten sowie auch Wisssen über Menschen vermitteln, die ihrem grossen Freundes- oder Bekanntenkreis angehören.

Die ursprünglichen Pläne, unveröffentlichte Werke von Karin Michaëlis herauszugeben, sind in der Form verwirklicht worden, dass z. B. Briefe, Dedikationen oder Artikel, die bisher nicht zugänglich oder nicht auf dänisch zu lesen waren, in Büchern oder als Artikel in Troldspejlet erschienen sind.

Eine Reihe von Büchern wurde von der Gesellschaft herausgegeben, worin sowohl Karin Michaëlis selbst zum Wort kommt als auch Artikel über sie gebracht werden.
Nicht zuletzt hat die Gesellschaft die massgebliche Biographie Hjertets kalejdoskop (deutsch: Kaleidoskop des Herzens) von der Amerikanerin Beverley Driver Eddy übersetzen lassen und in Druck gebracht. Orientieren Sie sich bitte in dem Menupunkt Lesevorschläge.

Viele Mitglieder der Gesellschaft haben ausserdem durch Vorträge denselben Zweck verfolgt, und in den letzten Jahren hat die Kenntnis der Schriftstellerin, die vor hundert Jahren in ganz Europa eine Berühmtheit war, gewaltig zugenommen.
Ausser zahlreichen Sendungen im Funk und Fernsehen, ein Theaterstück (2020) über ihr Leben, Neuausgaben ihrer Werke, Erwähnungen in Büchern oder Darstellungen in Zeitungsartikeln, gibt es seit ein paar Jahren zwei handfestere Beweise ihres Bekanntengrades: einen Platz in ihrem Geburtsort Randers wurde nach ihr benannt, und dort steht seit 2020 ihre Büste – gegenüber dem Eingang zum Kulturhaus mit Bibliothek, Stadtarchiv und Museen.